Magath träumt vor Viertelfinalpartie schon vom Pokalfinale

Nach dem Katastrophenstart in der Hinrunde dümpelt der FC Schalke 04 in der Bundesliga nach wie vor im Tabellenmittelfeld, aber im DFB-Pokal träumt Felix Magath schon vom großen Pokalfinale gegen Titelverteidiger Bayern München. Bis es so weit ist, muss Schalke allerdings am Dienstag im einzigen Duell zweier Erstligisten im Viertelfinale erst einmal den 1. FC Nürnberg bezwingen und so einen wichtigen Schritt ins internationale Geschäft machen.Felix Magath ist sich der Bedeutung der morgigen Partie bewusst, blickt ihr aber siegessicher entgegen: Gegen Nürnberg geht es um die Wurst, aber wir haben ein Heimspiel und wollen ins Halbfinale.“ Magath hatte bereits vor Saisonbeginn den Sieg im DFB-Pokal zum persönlichen Ziel erklärt. Das hat für ihn zwei Gründe: „Der Pokal ist aus zwei Aspekten wichtig: sportlich und finanziell. Und wir wollen nicht nur eine Runde weiterkommen, unser Ziel war immer das Finale“, erklärt der Trainer.

Neben dem schmuckvollen Titel spielen die zusätzlichen Einnahmen von rund zwei Millionen Euro für den Einzug ins Halbfinale sicher keine Nebenrollen bei den ehrgeizigen Zielen des Trainers. „Sollten wir das Halbfinale erreichen, könnten wir eine schöne Summe einnehmen. Die könnten wir gut gebrauchen“, so Magath. „Außerdem besteht die Möglichkeit, den internationalen Wettbewerb zu erreichen.“ Auf die innige Fanfreundschaft, die die Anhänger der beiden Vereine verbindet, will und kann er dabei keine Rücksicht nehmen: „Es kann nur einer ins Halbfinale einziehen, und das wollen wir sein“, so der ehemalige FCN-Coach, dessen Mannschaft im letzten Spiel der Bundesliga-Hinrunde noch 1:2 beim „Club“ unterlag.

Doch den katastrophalen Saisonstart will man bei Schalke nun endgültig hinter sich lassen, auch wenn immer noch 22 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund und noch acht Punkte Abstand auf einen Europa Liga-Platz bestehen. Doch nachdem die Magath-Elf zuletzt den Tabellendritten Hannover 96 1:0 schlagen konnte, ist es um das Gelsenkirchener Selbstbewusstsein wieder besser bestellt.

Trotz der Favoritenrolle der Gelsenkirchener glaubt auch Nürnberg-Trainer Dieter Hecking an das Potenzial seiner Mannschaft, im Kampf um die Schale für eine Überraschung zu sorgen: „Wir fahren als Außenseiter nach Schalke, aber der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ist nicht so groß wie vor der Saison angenommen. Wer nach Berlin will, muss auch zu einer Überraschung fähig sein. Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Dabei kann er sich über den vollen Einsatz seiner Jungs freuen: „Ich brauche keinen Spieler zu motivieren. Wir haben ein richtig geiles Spiel vor der Brust.“

Besondere Bedeutung hat die Partie auch, da sie die erste Begegnung der beiden Teams im DFB-Pokal seit 1935 ist. In der ersten Austragung des Wettbewerbs, der damals noch Tschammer-Pokal hieß, besiegten die Franken den damals amtierenden deutschen Meister Schalke 0:2.

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