Champions League: Finale der Überraschungen?

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Foto: Mick Baker / flickr.com

Samstagabend ist es soweit: Beim diesjährigen Champions-League-Finale in Berlin wird die Krone des europäischen Clubfußballs vergeben. Klar in der Favoritenrolle scheint derzeit der FC Barcelona – aber auch Juventus Turin ist nicht zu unterschätzen und hat sich in der bisherigen Champions-League-Saison (überraschend) gut geschlagen.

Wagen wir einen Blick zurück, genauer gesagt auf die Ergebnisse der Gruppenphase: Mit drei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden gingen die Bianconeri als Zweitplatzierte ihrer Gruppe (Atlético Madrid, Olympiacos und Malmö) hervor. Barça dagegen hatte fünf der sechs Gruppenspiele gewonnen und als Erstplatzierter seiner Gruppe (PSG, Ajax, Apoel) einen soliden Start in die diesjährige Saison hingelegt.

Im Achtelfinale, das im Februar und März bestritten wurde, brachten beide Clubs gute Performances auf den Rasen. Juventus fegte Borussia Dortmund mit 2:1 und 3:0 (Gesamtergebnis: 5:1) regelrecht vom Champions-League-Parkett. „Wir sind dem Ball immer nur hinterhergelaufen“, urteilte BVB-Trainer Jürgen Klopp, und meinte selbst: „Wir sind zurecht rausgeflogen“. Wie Juventus, siegte auch der FC Barcelona gegen Manchester City nach solidem Spiel verdient (Gesamtergebnis: 3:1).

Spätestens in der darauffolgenden Viertelfinalrunde ist Barcelona aber zu seiner Höchstform aufgelaufen. Mit zwei klaren Siegen gegen Paris Saint-Germain und dominierendem Spiel vor allem in der Rückrunde auf heimischem Boden zeigte Barça seine Stärke gegen den französischen Gegner. Knapp dagegen das Viertelfinale für Juventus: Mit einem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel und starker Defensive in der torlosen Rückrunde konnten sie Gegner Monaco aussitzen, obwohl die Monegassen über weite Strecken spieldominierend waren und mehr Chancen hatten.

Im Halbfinale schließlich trieb der FC Barcelona den bis dahin starken Gegner Bayern im Hinspiel regelrecht vor sich her (Endstand: 3:0), auch das anschließende Rückspiel half den Bayern nicht mehr aus der Misere. Souverän auch Juventus im Hinspiel gegen Real Madrid (Endstand: 2:1), am Ende reichte dann ein 1:1-Remis für den Einzug ins Finale. Unterm Strich bislang starke Leistungen bei beiden Clubs – bleibt also die Frage, wer nun im Finale die Nase vorne hat.

Glaubt man Analysten und Buchmachern, dürfte eindeutig Barcelona das Rennen machen. Gesetzt wird dennoch vorwiegend auf den Außenseiter: Laut einer Infografik von Interwetten tippen derzeit mehr als 95 Prozent der Wettkunden auf Juventus Turin, bei Nachbar Österreich glauben immerhin noch vier von fünf Menschen an einen Sieg der Norditaliener.

Für Favorit Barcelona wäre der Sieg jedenfalls ein Traum – „#DR3AM“ lautet der Hashtag, den sich die Spanier für das Finale am Samstagabend in Berlin auserkoren haben. Wir sind gespannt, was für eine Performance Barça am Platz erbringen wird. Die Barcelona-Fans in der Fankurve jedenfalls haben eine optisch eindrucksvolle Einlage geplant: Sie wollen ein 20.000-teiliges Mosaik bilden, auf dem Barcelonas Wahlspruch „Més que un Club“, also „Mehr als ein Verein“, zu lesen ist.

Ob es fürs Traumfinale reicht oder Barcelona eben doch nur ein Club wie jeder andere ist? Was meint ihr?

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